1960 gibt es erste Bemühungen zur Gründung eines eigenen Teams der Bergrettung. Der künftige Stützpunkt soll als Nebenstelle von Großarl geführt werden. Bei einer Abstimmung im Gasthof Almrösl scheitern die neuen Pläne am 24. Mai 1960: Die Anwesenden lehnen mehrheitlich eine eigene Ortsstelle ab.

Feuerwehr springt ein

Daraufhin übernimmt weiterhin die Freiwillige Feuerwehr Hüttschlag die Suchaktionen im Hochgebirge. Es kommt zwischen 1960 und 1967 zu einer Reihe schwerer Alpinunfälle im Einsatzgebiet. Das beschleunigt dann doch die Gründung einer eigenen und unabhängigen Ortsstelle.

Endlich eigene Ortsstelle!

Am 1. Oktober 1967 findet die konstituierende Sitzung statt. Ortsstellenleiter wird Matthias Gruber, Namensvetter des bereits 1960 von Hüttschlag nach Strobl in den Flachgau übersiedelten Matthias Gruber, der heute als Landesleiter der Salzburger Bergrettung tätig ist. Grubers Stellvertreter in Hüttschlag ist 1960 ein Kaufmann namens Albert Rohrmoser.

Dieser bekommt 1969 seinen Lawinenhund "Pascha", den ersten der Ortsstelle. Rohrmoser zählt heute weltweit zu den besten Lawinenhundeführern. Über Jahrzehnte leitet er das Fachreferat für Suchhunde bei der Landesleitung des Bergrettungsdienstes, heute mag er es ein wenig ruhiger und kümmert sich als Fachbereichsleiter der dogs & dogmen "nur" noch um dem Pongau.

Verhaltensforscher und Wissenschaftler aus dem Ausland interessieren sich für die lange praktische Erfahrung und Intuition des Hüttschlagers bei Training und Arbeit mit Suchhunden.

1970 veranstaltet die Hüttschlager Bergrettung in Hinteraschau eine Großübung mit der Ortsstelle Dorfgastein aus dem Nachbartal des Großarltales.

Zwei Jahre später beginnt die Planung für das neue Bergrettungsheim. Das Team investiert 2428,5 ehrenamtliche Arbeitsstunden. Dadurch reduzieren sich die Kosten des ansehnlichen Blockhauses auf 330.000 Schilling. Es wird 1976 feierlich eröffnet. Dabei präsentieren der Dichter Toni Aichhorn, selbst Mitglied der Bergrettung und der Musiker Andreas Kendlbacher ein eigenes Lied für den Bergrettungsdienst: "Im grünen Kreuz das Edelweiß".

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